Mehr Katzencontent.
Warum nicht mitmachen? - Weil man nicht ein 53465. Mal “Wir müssen uns den Raum ANEIGNEN” erträgt. “Aneignen”, dass heißt in bestimmten politisch aktiven Kreisen, dass man ein öffentliches Gebäude betritt und mit Edding “ACAB” an die Wand schreibt. Dass man Wände und Böden versifft, Hochschuleigentum stiehlt und zerstört. Warum auch nicht, Uni-Leitung, Landesregierung, Kapitalismus und die iranische Regierung sollen sehen, was sie davon haben.
Die können ruhig dafür zahlen.
Wer es wegräumt, ist aber auch klar. Osteuropäische Migrantinnen und türkischstämmige Jungs, denen “Hauptschulabschluss” im Gesicht steht. Für ein faires System, für ein Recht auf Bildung.
Adorno hüpfte indessen um den Tisch und schrie: “Ich esse nie wieder Maultaschen!” Und dann nur noch: “Scheiße, Scheiße, Scheiße.”
Über Eltern, die es prinzipiell toll finden, dass ihre Kinder Vegetarier sind. Dann aber trotzdem Ausnahmen machen wollen.
Kennt man auch mit Mitte 20 noch, wenn die Erziehungsentrechteten nach dem obligatorischen “Ich esse auch kaum Fleisch” wissen wollen, ob man nicht heute mal eine Ausnahme macht. Es ist doch Weihnachten. Und die Gans vom Bauern, selbstverständlich freilaufend und schnatternd.
Seit über vier Jahren…
Liste mit Filmen, für Leute außerhalb der USA vor allem Klassiker, die sich legal und gratis online gucken lassen (entwendet bei tristessedeluxe).
The Cat Piano (via Poloczek)
Telepolis über “Event-Touristen” beim Bildungsstreik. Bestreiken bringt wenig, wenn man generell nicht gewillt ist, zu partizipieren.
“ „Was machst du denn am Wochenende?“ – Was es heißt: Ich finde dich so sympathisch, dass ich meine Wochenendfreizeit gerne mit dir teilen würde. Je nachdem, wie du deine restliche Zeit verplant hast, böte sich sowohl eine Abendveranstaltung in einem Etablissement unserer Wahl an, als auch eine nachmittägliche Verabredung, bei der wir durch die Stadt streunen könnten. Im Trachtenvogl Pfefferminzkakao trinken und dann spazieren, bis uns die Füße weh tun, am Hofgarten an den Boulespielern vorbei, Richtung Englischer Garten. Falls das Wetter schön ist, könnten wir auf einer Parkbank sitzen, den anderen Menschen hinterherschauen. Und wenn es sich ergeben sollte, dass wir uns immernoch so gut verstehen, wäre das der ideale Ort, um unverbindlich zu knutschen. ”
Bevor Kresse die verbrannten Überreste der Leiche in die sogenannte Aschekapsel füllt, zerstampft er die Leichenreste mit einer Art Fleischhammer.
Worte zum Totensonntag, über die Situation von Bestattungsunternehmen 2009.
Die wahre Crux dieses Bildungsstreiks ist aber, dass vor allem jene nach besserer Bildung rufen, die schon im Erste-Klasse-Abteil Richtung Zukunft sitzen, selbst wenn der Zug rumpelt.
Selbst bin ich weniger an Studentenprotesten beteiligt, kenne dafür aber einige der Leute, die mit organisieren. Aus Lesekreisen, Seminaren, als Freunde oder Freundes-Freunde. Sie studieren überwiegend geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer, im Normalfall noch klassisch auf Magister oder Diplom.
Im Erste-Klasse-Abteil Richtung Zukunft sitzt man, als angehender Politologe, Religionswissenschaftler oder Kunsthistoriker, eher nicht. Immerhin hatte man üblicherweise die Chance, freiwillig auf diesen Platz zu verzichten, man hätte schließlich Wirtschaftswissenschaften, Bauingenieurwesen oder Informatik studieren können. Leute mit dieser Fachwahl, so der subjektive Eindruck, protestieren wiederum selten gegen ihre Situation.