wondergirl

Monat

November 2011

11 Einträge

SPIEGEL ONLINE: Wilde Tiere in der Manege: Schluss mit dem Zirkus! → spiegel.de

Der Grundsatz “Anschauen, nicht anfassen”, den Eltern ihren Kindern bei anderer Gelegenheit so gerne beibringen, wird gerade im Verhältnis zwischen Zirkus und Natur grob verletzt.

Nov 25, 20112 notes
#SpOn #Tiere
Vor der Fußball-EM 2012 in der Ukraine: Ich sehe tote Hunde - taz.de → taz.de

Taz über Straßenhunde in der Ukraine, die im Rahmen der EM-Vorbereitungen auf inhumanem Weg beseitigt werden.

Nov 25, 20113 notes
#Tiere #Taz
Tag 23/11/11

November has tied me/To an old dead tree/Get word to April/To rescue me/November’s cold chain

- Tom Waits: November

Grauer Himmel als Metapher. So originell. Weniger als sonst weiß ich nicht, wie ich es schaffe, morgens aufzustehen. Und erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder im Bett zu liegen. Die To-Do-List ist unendlich: Wohnung suchen, Praktikumsplatz suchen, Scheine einsammeln, Essays schreiben, Referate vorbereiten, Texte lesen, Blockveranstaltungen besuchen, Zugtickets kaufen, jemanden finden, der meine Abschlussarbeit betreut. Fortschritt kaum spürbar und unverhältnismäßig zur Menge. Darunter so viele Dinge, die mich bewerten. Die vielleicht nicht persönlich gemeint sind, die ich aber trotzdem persönlich nehme: wieder jemand, der mich nicht in seiner Wohnung haben will. Wieder eine Stellenausschreibung, die mir vermittelt, dass ich zu dumm bin. Wieder ein Dozent, der nicht auf meine Wortmeldung eingeht. All das wirft Schatten. Das Positive spüre ich nur flüchtig: ein Kollegenlob hier, eine Essenseinladung dort. Bin sehr undankbar und das hat keiner verdient. Ich auch nicht.

Nov 23, 20113 notes
#privat #diary
Nov 23, 20116 notes
Gesehen: Perfect Sense

Zufällig in der Sneak, sonst hätte mich vermutlich schon das bisschen sehr gewollte “There are men… there a women” abgeschreckt. Mir hat die Idee gefallen, dass die Welt untergeht, in dem alle Menschen ihre Sinne verlieren. Ich mochte nicht: die fünf öden Sexszenen und das Streichorchester im Hintergrund.

Nov 22, 20113 notes
#Film #Kino #Youtube
Play
Nov 20, 20111 note
#Youtube #Pop
Nicht gesehen

Mal paar Serienhighlights, die mein ästhetisches Feingefühl kränkten:

New Girl: wäre schöner gewesen, hätte bei Minute 10 ein Sondereinsatzkommando die WG gestürmt und Zooey Deschanel erschossen. Niedlich ist leider überhaupt nicht mein Ding und so gehöre ich zu den geschätzten 5% aller postadoleszenten Menschen, die sich Disneyfilmen verweigern. Alles was gleichzeitig glotzäugig ist, plärrt und fiepst ruft bei mir allergische Reaktionen hervor. 

Glee: Mein dunkelstes Geheimnis hat nichts mit nächtlichen Parkanlagen zu tun: ich bin verhältnismäßig Textsicher, was Cabaret und The Rocky Horror Show angeht (Mag aber bisher kein einziges Musical, das nach 1980 entstanden ist!). Daher ist eine Sing-und-Tanz-Serie nicht gleich aufgrund des Konzeptes zum Scheitern verurteilt. Bei Glee liegt es auch nicht unbedingt an Musik und Performance, sondern an den selten drögen Figuren.

United States of Tara: HausfrauSchrägstrichMutter mit dissoziativer Identitätsstörung, die sich regelmäßig in Teenager und Fernfahrer verwandelt. Klingt wie von einer Seminargruppe Poststrukturalismus zum Feierabendbier ausgedacht und hat auch ungefähr den entsprechenden Unterhaltungswert.

Two and a Half Men: zwischen vierter und fünfter Staffel kommt irgendwann die Erkenntnis, dass nicht mehr viel passieren wird: Charlie ist ständig betrunken, Alan peinlich und das dicke Kind ein dickes Kind. 

Nov 15, 20113 notes
#nicht gesehen #tv
Schätzchen

Dawanda-Verkäuferin schreibt “Dein Schätzchen”, wenn sie die von mir bestellte Tasche meint: “Habe heute dein Schätzchen zur Post gebracht” usw.. Als ich vor paar Tagen im Wartezimmer die Glamour in der Hand hielt, war “Dein Schätzchen” noch ein Synonym für Muschi. 

Nov 15, 20114 notes
#140plus
“Wenns mulmig wurde, rettete sich Steiner in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen – das »Seelisch-Geistige«, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen. Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«” —Kurt Tucholsky: Rudolf Steiner in Paris
Nov 14, 2011
Tag 10/11/11

Während das Studium gerade eher deprimiert - erfolglose Suche nach einem Betreuer für die Magisterarbeit, öde Pflichtveranstaltungen, unverhältnismäßiger Arbeitsaufwand - wird die Arbeit immer befriedigender. Es ist ein Aushilfsjob in einer Druckerei. Etwas, was mit Einarbeitung wohl jeder Hauptschüler könnte: bisschen Technik, bisschen Ordnung, viel Geduld. Trotzdem ist es abwechslungsreich und macht manchmal sogar Spass.

Kunden sind Studenten und Rentner, Geschäftsleute mit Deadline im Nacken und Stammgäste, die auch mal länger bleiben. Ich kann nicht ganz verstehen, warum ausgerechnet mir Arbeit mit Menschen zumindest tendenziell gefällt. Vielleicht sind es die kurzen, unverbindlichen Begegnungen. Ein Fremder kommt und für 10 Minuten oder 2 Stunden bekomme ich einen Einblick in seinen Alltag: der übernächtigte Kneipenbesitzer kurz vor der Eröffnung, der Flyer braucht. Die Landschaftsarchitektin, die ihre Baupläne vervielfältigen möchte. Anstrengende Kunden sehe ich als Herausforderung. Ist jemand mit dem eigenen Auftrag überfordert, helfe ich gerne. Einige wenige überlasse ich lieber den Kollegen. Hinterher fasst man sich kurz gemeinsam an den Kopf, dann geht es weiter. 

Stress kam bisher nur von Außen (oder von mir selbst). Aufgesetzte Zwangskumpelei gibt es aber auch nicht. Manchmal verdreht der Vorgesetzte die Augen, manchmal bin ich etwas zu sehr auf mich gestellt. Es dauerte, bis ich mit den Kollegen warm wurde. Trotzdem läuft es. Ganz ohne Machtspielchen und getuschelt wird eh nur über die Kunden. Die Hierarchie geht tatsächlich ausnahmsweise nach Kompetenz. Mache ich Fehler, nuschelt der Vorgesetzte “Kommt vor” und hilft. Aber sie werden auch immer seltener. Es beruhigt mich zu wissen, dass mich die Hochschule nicht komplett inkompetent gemacht hat. Von all meinen Jobs ist es bisher der Beste. Wobei Akt stehen aber auch ganz okay war.

Nov 10, 20112 notes
#privat #diary
Partykapitalismus | text krieg → textkrieg.de

Nun ist es aber bei mir leider so, dass sich für mich einzelne Gespräche in der Gesamtbewertung des Abends nicht simpel summieren, sondern jedes Gespräch einzeln als Gespräch bewertet werden muss. Das beste Gespräch mach meinen Abend. Ich möchte nicht vieles und immer und überall. Ich möchte das Eine, das Wahre und das Schöne.

Nov 1, 20113 notes
#Blogs
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