Come Fly with Me ist eine Mockumentary der Little Britain-Jungs David Williams und Matt Lucas. In Deutschland wurden die sechs Folgen bereits im Sommer ausgestrahlt und gingen komplett an mir vorbei. Inhalt ist der Alltag eines britischen Großflughafens. Dort gibt es unter Anderem Schulabbrecher Tommy, der Pilot werden will und deswegen erstmal als Burgerbräter an der Flughafenfiliale einer Fastfoodkette anfängt. Es gibt die Pauschalreisenden Peter und Judith, die sich in jeder Folge aufs Neue über einen Urlaub in der Hölle beschweren und die zickigen Check-in-Damen Melody und Keeley. Wie in Little Britain auch, werden sämtliche Rollen von Lucas und Williams selbst gespielt.
Mit Little Britain habe ich mich am Anfang schwer getan: Monty Python finde ich nicht sonderlich lustig und das ist doch der ständige Vergleich. Irgendwann wurde aber aus “Naja” ein “WTF” und dann kannte ich alle Staffeln. Ich schätze, Little Britain macht mir deshalb Spass, weil ich mich mit den Figuren identifizieren kann. Nicht auf die schöne Art und auch ohne Vorbildfunktion. Es sind eher die fiesen und peinlichen Seiten, die ich wiederfinde. Die, die ich eher verstecke. Oder es zumindest versuche: Das Keiner-soll-mich-verstehen von Daffyd Thomas. Die Fuck you-Attitude von Vicky Pollard. Die pure Boshaftigkeit der Marjorie Dawes. Come Fly with Me funktioniert da ähnlich: Die Figuren sind scheinheilig und faul, eitel und haben Vorurteile. Alles so überzogen und bissig, dass man es kaum nicht lustig finden kann.