wondergirl

Tag 29/12/12

Zurück aus der alten Heimat. Wieder aus zweiter und dritter Hand gehört, was die Gleichaltrigen machen. Die Eine hat ein Kind, der Zweite übernimmt die Firma seines Vaters, der Dritte kam gerade nach einem Jahr aus Afrika zurück und fliegt demnächst weiter, zum Praktikum nach Brasilien. Und ich, ich habe Angst, etwas verpasst, zu vieles unversucht, zu wenig ausgeschöpft zu haben. Dabei möchte ich weder dringend Mutter, noch Geschäftsfrau sein und Afrika hat mich auch nie sonderlich gereizt. Es ist auch nicht so, dass meine Mutter mich drängt: sie hat Verständnis und außerdem meinen Bruder, dessen berufliche Laufbahn auch für Außenstehende nachvollziehbar ist. Es ist vor allem die Unsicherheit, in einem Alter zu sein, in dem alle scheinbar wissen was sie wollen, egal ob mit langfristigen Absichten oder aus temporärem Interesse. Oder sie zeigen zumindest Bereitschaft, sich auszuprobieren, zu experimentieren und zu riskieren, um herauszufinden, wohin es gehen könnte. Nur mir scheinen solche Ambitionen zu fehlen. Ich weiß, dass ich auch paar Sachen geschafft habe, irgendwiejadoch ein eigenes Buch und mein Name im Impressum einer Zeitschrift. Und ganz für mich bin ich auch nicht unglücklich, wenn da nur nicht immer der Vergleich mit den Anderen wäre, der zeigt, was man auch alles könnte, würde man wirklich wollen.