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<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>Alles über 140 Zeichen. Diary &amp; Links.</description><title>wondergirl</title><generator>Tumblr (3.0; @wgirl)</generator><link>http://wgirl.tumblr.com/</link><item><title>Gesehen: Ginger &amp; Rosa</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/976837b345915ca55fc98cf5758cb0e4/tumblr_inline_mn5zlt3bFk1qa6de1.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während 1946 in Hiroshima eine Atombombe explodiert, kommen in London Ginger und Rosa zur Welt. Die Mütter freunden sich an, die Töchter werden unzertrennlich. Dann sind sie plötzlich 17 und müssen feststellen, wie verschieden ihre Wünsche und Ziele doch sind. Die kindlicher wirkende Ginger möchte Dichterin werden. Gleichzeitig verfolgt sie aufmerksam die Nachrichtenmeldungen über das nukleare Wettrüsten zwischen USA und Sowjetunion. Sie fürchtet einen Atomkrieg und beschließt, etwas dagegen zu unternehmen. Rosa dagegen bleibt teilnahmelos. Zwar begleitet sie Ginger zu pazifistischen Gesprächskreisen und Demonstrationen, schlägt dann aber doch Beten als naheliegendste Maßnahme vor. Während Ginger vom nuklearen Holocaust träumt, hofft Rosa auf die wahre Liebe. Und verliebt sich in Gingers freigeistigen Vater.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ginger &amp;amp; Rosa&lt;/em&gt; ist insofern ein typischer Coming-of-Age-Film, als das er rund um die jungen Hauptfiguren essentielle Fragen behandelt. Vor allem geht es um die Vereinbarkeit von individueller Freiheit mit der Verantwortung gegenüber den Menschen, die einem etwas bedeuten. Ginger etwa bewundert ihren Vater, der während des Zweiten Weltkriegs lieber ins Gefängnis als zum Militär ging. Er ist nicht nur Pazifist, sondern auch antiautoritär, was immer wieder zu Konflikten mit Gingers Mutter führt, die sich Beständigkeit, Sicherheit oder einfach ein funktionales Familienleben wünscht. Sie selbst hat nach Gingers Geburt ihre Leidenschaft, das Malen, aufgegeben, um sich ganz Mann und Tochter widmen zu können. Als der Vater auf Rosas Avancen eingeht, ist Ginger schwer verletzt. Der Vater sieht sich dennoch im Recht und Ginger als Opfer repressiver, bürgerlicher Familienvorstellungen. Als Zuschauer lässt sich kaum sagen, welche Erwartungen eher berechtigt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ehrlich gesagt hatte ich nach dem Trailer vor allem einen typischen Mädchenfilm erwartet. Vielleicht ein bisschen melancholisch, ansonsten aber harmlos und leicht verdaulich. In Wirklichkeit ist &lt;em&gt;Ginger &amp;amp; Rosa&lt;/em&gt; angenehm komplex, ganz ohne Zeigefinger oder Zwang. Filme „mit Message“ geben mir schnell Mal das Gefühl eines Welpen, dessen Schnauze man ins Pfützchen drückt, damit er lernt. &lt;em&gt;Ginger &amp;amp; Rosa&lt;/em&gt; beantwortet aber auch keine Frage, sondern stellt sie. Was dann wohl den Unterschied ausmacht. Ansonsten ist er ziemlich großartig besetzt, vor allem durch Elle Fanning, der man so ziemlich alles abnehmen würde, außer dass sie einfach eine Vierzehnjährige ist, die eine Siebzehnjährige spielt. Allein Christine Hendricks als Mutter von Ginger wird nicht so ganz zur britischen Hausfrau, sondern bleibt immer ein wenig sehr Joan Holloway. Was wiederum vielleicht auch am gewohnten 1960er Jahre-Umfeld liegt.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/51009516628</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/51009516628</guid><pubDate>Tue, 21 May 2013 22:03:22 +0200</pubDate><category>gesehen</category><category>Ginger &amp;amp; Rosa</category></item><item><title>kasheva:

Vincent van Gogh“Almond Branches in Bloom”1890
</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/7babc5978ffb5d302b6dd026dcedb7f5/tumblr_mjhzpbDi1w1roe475o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="tumblr_blog" href="http://kasheva.tumblr.com/post/45107457835/vincent-van-gogh-almond-branches-in-bloom-1890"&gt;kasheva&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Vincent van Gogh&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;“Almond Branches in Bloom”&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;1890&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/47218130173</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/47218130173</guid><pubDate>Fri, 05 Apr 2013 23:16:26 +0200</pubDate></item><item><title>Keep Calm, Carry On</title><description>&lt;p&gt;Ein Ex-Kollege erzählte ein Mal, wie er es macht, wenn er Respekt möchte: er bleibt ruhig. Wer auf Stress und Provokationen nicht reagiert, verunsichert seiner Meinung nach den Gegenüber. Wer ruhig ist, kann natürlich einfach nur gelassen sein. Genauso gut ist es aber auch möglich, dass es sich um einen potentiellen Axtmörder handelt, der dann zuschlägt, wenn keiner mit ihm rechnet. Bei jemanden, der außer sich ist, glaubt man zu wissen, woran man ist. Jemand der ruhig ist, bietet mehr Platz für Interpretationen. Der Ex-Kollege war sehr stolz darauf, dass es ihm so oft gelang, seiner Masche treu zu bleiben. Die Pointe ist allerdings, dass er bei Polizeikontrollen grundsätzlich mit vorgehaltener Waffe aus dem Wagen gebeten wird, weil die Polizisten auch nicht verstehen können, warum jemand in so einer Situation keine Miene verzieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Kundenkontakt arbeiten kann ich nicht aufgrund eines ausgeprägten Einfühlungsvermögens oder einer grundsätzlich vorhandenen Hilfsbereitschaft. Ich kann es, weil ich ruhig bin. Mit ruhig meine ich nicht schüchtern. Selbst Kollegen, die besser mit Menschen können als ich, neigen gelegentlich dazu, laut zu werden, wenn sie auf besonders begriffsstutzige, pedantische oder überlaunige Kunden treffen. Mir selbst ist das noch nie passiert. Unzulängliche und unzufriedene Menschen verstehe ich zu gut, Lautwerden halte ich für ein Zeichen von schlechten Umgangsformen und nehme es nicht persönlich. Erfahrungsgemäß beruhigen sich die meisten Kunden schnell, wenn man ignoriert, dass sie es nicht schon die ganze Zeit sind. Unter Dienstleistern und Servicepersonal gibt es aber auch die Theorie, dass manche Kunden Widerstand wollen und brauchen. Ein verbaler Fight Club zum unbeschwerten Austoben, danach dann business as usual.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß nicht, wann ich mich privat das letzte Mal gestritten habe. Der sachliche Austausch differenzierter Meinungen gehört für mich nicht dazu. Von anderen Arten negativer Gefühlsausbrüche muss ich nicht erst schreiben. Allein der Gedanke daran, jemandem &amp;#8220;Fick dich!&amp;#8221; ins Gesicht zu sagen, erinnert mich an die Jerry Springer-Show. Streit ist tatsächlich nichts, was ich suche. Aber manchmal wünsche ich mir, es wäre möglich. Manchmal gibt es Situationen und Verhaltensweisen, vor allem mit und von Menschen, die mir nahe stehen, bei denen ich gerne einen Szene machen möchte. Mit Schreien und Kreischen, Tränen und zerbrochenem Geschirr. Es einmal rauslassen, zeigen, wie ungerecht ich mich behandelt fühle und wie wichtig der Andere für mich ist. Denn nur sehr wenige Menschen können extreme Emotionen in mir hervorrufen. Nur: es würde sich für mich falsch anfühlen. Ich bleibe ruhig und kann nur hoffen, dass es nicht als Gleichgültigkeit verstanden wird.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/46014299985</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/46014299985</guid><pubDate>Fri, 22 Mar 2013 21:59:44 +0100</pubDate><category>privat</category></item><item><title>Vorfreude auf Hemlock Grove. Zu Weihnachten wünsche ich mir...</title><description>&lt;iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/rlZUsPcChgI?wmode=transparent&amp;autohide=1&amp;egm=0&amp;hd=1&amp;iv_load_policy=3&amp;modestbranding=1&amp;rel=0&amp;showinfo=0&amp;showsearch=0" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Vorfreude auf Hemlock Grove. Zu Weihnachten wünsche ich mir Netflix.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/45440974101</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/45440974101</guid><pubDate>Fri, 15 Mar 2013 21:50:20 +0100</pubDate><category>TV</category><category>Horror</category><category>Trailer</category></item><item><title>Schema F</title><description>&lt;p&gt;Wir haben einen Lebensmittelskandal. Anders als bei Salmonellen im Hühnerfleisch und Würmern in Fischen kann man zu Pferden in Lasagne unterschiedlicher Meinung sein. Angeblich ist der Verbraucher entsetzt, aber der Einzige, bei dem ich bisher gelesen habe, dass er das Ganze eher unappetitlich findet, ist der BILD-Wagner. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass es um eine Art kulinarischen Third-Person-Effekt geht: Menschen gehen davon aus, dass andere Menschen sich vor Pferdefleisch ekeln. Ihnen selbst ist es aber eher tendenziell egal. Hack sieht nun Mal aus wie Hack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil das Thema Fleischkonsum wieder Mal angesagt ist, tauchen entsprechend viele Artikel dazu auf, im Wirtschaftsteil genauso wie im Feuilleton. Im Wirtschaftsteil geht es vor allem darum, woher das Fleisch kommt. Falls jemand noch nicht wusste, dass Tiere geschlachtet werden, weiß er es jetzt. Im Feuilleton dagegen geht es eher um Lifestyle. Es soll ja angeblich Leute geben, die kein Fleisch essen und davon gibt es immer mehr. Das ist natürlich okay und gesund, so lange man es nicht übertreibt oder schwanger oder zwei Jahre alt ist. So der durchschnittliche Artikel zum Thema und durchschnittlich sind da fast alle. Was soll man sonst auch zu Vegetarismus oder Veganismus schreiben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und unter diesen Artikeln gibt es dann wieder die Standarddiskussion. Vegetarier fänden es generell gut, gäbe es noch mehr von ihnen. Fleischesser fühlen sich dadurch bedroht. Fleischesser fangen an zu argumentieren, dass Vegetarismus und Veganismus nicht gesünder sind, als gelegentlicher und kontrollierter (Als ob!) Fleischgenuss. Vegetarismus wird allerdings in eher wenigen Fällen durch gesundheitliche Überlegungen verursacht. Statt auf dieses Missverständnis hinzuweisen, lassen sich Vegetarier und Veganer auf Diskussionen zu Eiweißmangel und B12-Supplementen ein. Und weil es dazu ungefähr 2342 unterschiedliche Studien und ernährungswissenschaftliche Empfehlungen gibt, kann jeder seine individuelle Meinung wissenschaftlich untermauern und am Ende ist niemand zufrieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe keine genauen Vorstellungen darüber, was passieren muss, damit jemand von der Überlegung, dass Tiere essen schon irgendwie seltsam ist, zum praktizierten Vegetarismus übergeht. Allerdings schätze ich, dass bestimmte Erfahrungen effektiver sind, als eine rein diskursive Auseinandersetzung. Niemand lässt sich gerne von Anderen erzählen, dass seine Lebensführung unvernünftig bis unmoralisch ist. Auf eigene Einsichten reagiert man weit anfälliger. Wie sicher bereits irgendwo erwähnt, habe ich selbst aufgehört Fleisch zu essen, als ich für ein Unternehmen gearbeitet habe, dass für die Qualitätssicherung bei Mastbetrieben und Schlachthöfen zuständig war. &lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/43396245049</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/43396245049</guid><pubDate>Mon, 18 Feb 2013 14:11:56 +0100</pubDate><category>Vegetarismus</category></item><item><title>Tag 09/02/11</title><description>&lt;div&gt;
&lt;p&gt;Das Jahr, in dem ich Fasching feierte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie bereits öfters subtil angedeutet, bin ich im Nordosten des Landes aufgewachsen. Ihr kennt es als das Gebiet hinter der großen Mauer, dort, wo die Wildlinge wohnen. Fasching spielte bei uns kaum eine Rolle. An einem Abend im Februar versammelte sich der volljährige Teil der Gemeinschaft in kostümierter Form in einem der verbliebenen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturhaus#Kulturh.C3.A4user_in_ehemaligen_sozialistischen_Staaten"&gt;Kulturhäuser&lt;/a&gt;. Dort gab es dann Tanzmusik (wasauchimmer) und die Frau des Bäckers landete auf dem Schoß des Bürgermeisters und am nächsten Montag war wieder alles vergessen. Alles in allem kurz und schmerzlos. Bestimmt gibt es irgendwo einen Paläoanthropologen, der genau weiß, warum Karneval in Vorpommern nicht wichtig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Frankfurt ist nicht gerade das Rheinland. Es gibt hier zwar von Prunksitzungen über Umzüge bis Faschingspartys genug Möglichkeiten, sich selbstzuverwirklichen, aber man kann der Sache auch ohne Umstände zu haben aus dem Weg gehen. In den letzten Jahren hätte ich jedenfalls von der Faschingszeit nicht viel mitbekommen, wenn da nicht Freundin N. gewesen wäre. N. hatte sich angewöhnt, kompromisslos als &lt;a href="http://www.someecards.com/invitations/sponsored-cards/i-cant-decide-this-halloween"&gt;total slut&lt;/a&gt; loszuziehen und suchte Begleitung. Sie schwärmte vor, wie einfach es wäre, in dieser Atmosphäre Leute kennenzulernen, stürzte dann mit einem Krokodil ab und ich nahm mir auch für das folgende Jahr vor, nicht mitzukommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im vergangenen November war es ein bisschen anders. Mir kamen Zweifel. Nicht weil mir menschlicher Körperkontakt fehlte, mein Trinkverhalten eskalierte oder ich plötzlich gefallen daran gefunden hatte, mich zu verkleiden. Im Gegenteil, Letzteres stellte noch das größte &amp;#8220;Aber&amp;#8221; dar. Zu den verwirrendstes Erinnerungen aus meiner Studienzeit gehört eine private Kostümparty, für die Politikstudenten sich Filz auf die nackten Füße klebten, um als Hobbit durchzugehen. Verkleiden schien mit immer als belastender Dratseilakt zwischen Genie und Wahnsinn zu sein. Mit starker Tendenz in eine Richtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel wahrscheinlicher hat das &amp;#8220;Vielleicht&amp;#8221; zum Karneval mit der altersbedingt zunehmenden Uncoolness zu tun. Im Laufe des letzten Jahres wurde mir immer gleichgültiger, ob eine bestimmte Rocklänge zu kurz für meine dicken Beine ist. Ich fand mich auf dem Hip-Hop-Floor wieder. Ich trank Vodka mit Fruchtaromen. Der Schritt bis Karneval war plötzlich nicht mehr so groß. Außerdem kann ich mich als angehende Philosophin-Schrägstrich-Sozialwissenschaftlerin im Nachhinein für ziemlich viel vor mir selber rechtfertigen, in dem ich mir einrede, dass mein Interesse wissenschaftlich war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Begleitung und ich entschieden uns für eine Veranstaltung im universitären Umfeld. Der Rest ist unspektakulär. Alkoholkonsum und Kontaktfreude waren minimal größer als auf gängigen Studentenpartys. Die Musik war durchschnittlich wie immer. Höchstens die Sache mit den Kostümen hätte einen Unterschied machen können, allerdings gab es auch da wenig, was ich nicht schon an Kommilitonen außerhalb der Karnevalszeit gesehen habe. Nur venezianische Masken, die Billy-Regale des Dresscode-Partys, konnten sich in Seminaren und Vorlesungen bisher nicht durchsetzen. Unterm Strich lässt sich die Sache mit dem Fasching in dieser Form wieder machen. Lediglich Prunksitzungen und Umzüge hebe ich mir noch ein Weilchen auf.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/42873417510</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/42873417510</guid><pubDate>Mon, 11 Feb 2013 23:47:00 +0100</pubDate><category>diary</category><category>privat</category></item><item><title>Gesehen: Spring Breakers</title><description>&lt;p&gt;&lt;img alt="image" src="http://media.tumblr.com/4541acd53bebd561fc6490f88117f711/tumblr_inline_mh8qhaSmXS1qa6de1.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sieht den Pressefotos nach erst ein Mal so aus, als würde es sich um &lt;em&gt;American Pie&lt;/em&gt;, Teil 27 handeln. Davon sollte man sich nicht unbedingt abschrecken lassen, denn hinter &lt;em&gt;Spring Breakers&lt;/em&gt; steckt Harmony Korine, der auch an den Drehbüchern zu &lt;em&gt;Kids&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Ken Park&lt;/em&gt; mitschrieb. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vier Freundinnen aus Kindertagen haben genug davon, immer nur die gleichen Leute, die selben Vorlesungen und öden Wohnheimflure zu sehen. Sie überfallen ein Restaurant und setzen sich mit der Beute zum Spring Break nach Florida ab. Dort geraten sie an den White Trash-Gangster Alien, für dessen Zwecke sie sich ziemlich bereitwillig einspannen lassen. Vielleicht lässt er sich auch von ihnen einspannen. Aber eigentlich ist das auch nicht entscheidend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Spring Breakers&lt;/em&gt; handelt vom Eskapismus, dem jeder irgendwo nachhängt. Man muss kein Freud-Leser sein, um zu wissen, dass es als Mensch unter Menschen eher selten einfach ist. Und während die einen sich mit einem Buch einschließen, meditieren oder Bergwanderungen machen, ziehen sich die &lt;em&gt;Spring Breakers&lt;/em&gt;-Mädchen Sturmhauben über die Köpfe und lassen sich von Alien in Kreise einführen, vor denen ihre Mütter sie gewarnt hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist allerdings auch nicht so, dass die Pressefotos Dinge versprechen, die sie nicht einhalten. Natürlich ist &lt;em&gt;Spring Breakers &lt;/em&gt;keine reine Metapher für das Leben in der Zivilisation und seine Missstände. Es geht auch um Freundschaft, Jugend und Exzess. Dieses Mal zur erfreulichen Abwechslung nicht in Form einer maskulin besetzten Buddy-Komödie, sondern in weiblich. Da dann auch mit wenig Bekleidung, allerdings ist es auch so nicht wahnsinnig ungewöhnlich oder abwegig, wenn sich Frauen um die 20 sexuell ansprechend inszenieren (lassen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wieder hört man die Protagonistinnen mit den Daheimgebliebenen telefonieren. Ihren Müttern und Freundinnen erzählen sie, wie wunderbar sie sich selbstfinden und wie besonders die Menschen sind, die sie während ihres Trips treffen. Parallel zu diesen Telefonaten werden Bilder gezeigt, nach denen die Mädchen mehr und mehr eskalieren. Aus Alkohol wird Kokain, aus Sex werden Raubüberfälle. Während die Begleitung die Redundanz bemängelte, erinnerten mich diese Wiederholungen eher an einen Refrain. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die wenig komplexe Handlung macht aus den Film zu einem Lied. Vielleicht eine Gangsterballade, ein bisschen melancholisch, ein bisschen wild, oft auch kitschig, etwa wenn Alien am Flügel Britney Spears-Titel nachspielt und singt. Ästhetischer Trash, gepaart mit einer Erzählung, die sich nur scheinbar auf den ersten Blick erfassen lässt, machen den Film für mich interessant. Das Ende verweist erneut darauf, dass alles nur eine eskapistische Phantasie ist, die nur die sich leisten können, die noch über ein andere Leben verfügen. Der Rest bleibt auf der Strecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Ganz offiziell läuft &lt;em&gt;Spring Breakers&lt;/em&gt; zum 21.3. an.)&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/42463243875</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/42463243875</guid><pubDate>Thu, 07 Feb 2013 01:05:58 +0100</pubDate><category>gesehen</category><category>film</category><category>spring breakers</category></item><item><title>(aus: The Perks of Being a Wallflower)</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_mbn3tm7iEb1rv16b3o1_500.gif"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;(aus: The Perks of Being a Wallflower)&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/41692561817</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/41692561817</guid><pubDate>Mon, 28 Jan 2013 11:43:19 +0100</pubDate></item><item><title>Lesen als Distinktion</title><description>&lt;p&gt;Alle halbe Jahre taucht in meiner Timeline ein Tweet mit folgender Aussage auf: Wenn du das erste Mal bei einem Typen zu Hause bist und er keine Bücher hat, dann hau sofort ab und lauf, so schnell du kannst. Dazu fällt mir dann immer nichts, bzw. ziemlich viel ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Nicht-Leser gibt es vermutlich vor allem folgende Vorurteile: sie sind dumm, weil ihnen einfach viel Faktenwissen, aber auch Elemente der Allgemeinbildung verloren gehen. Sie sind phantasielos, weil sie nicht die Muße haben, sich in eine fiktive Welt hineinzuversetzen. Ihnen fehlt es an Einfühlungsvermögen, weil Romane und Autobiografien schließlich eine Möglichkeit sind, die Welt aus anderen Perspektiven kennenzulernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zahl der Bücher, die ich in einem Jahr lese, liegt im mittleren zweistelligen Bereich. Ungefähr 50% davon sind Krimis und Fantasyromane, Ratgeber und Chick flicks. Ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen regelmäßigen Lesern ähnlich aussieht. Zumindest demnach, was ich bei Goodreads mitbekomme. Das Argument &amp;#8220;Lesen bildet&amp;#8221; lässt sich nur so halbwegs rechtfertigen. Natürlich nehme ich viel aus Büchern mit, aber oft sind es Dinge, die ich mir auch auf anderen Wegen aneignen könnte, etwa durch Reisen, Zeitungsartikel und Fernsehsendungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bildung, die man sich eigentlich nur als Leser aneignen kann, etwa die Fähigkeit, Anspielungen auf literarische Klassiker zu verstehen, hat in meinem Alltag eher wenig Aufgaben. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal außerhalb akademischer Erfordernisse einen Philosophen zitiert habe oder etwas &amp;#8220;brechtianisch&amp;#8221; fand. Nicht dass ich dieses Wissen wertlos finde. Es verhält sich damit nur ähnlich, wie mit Jugendstilmöbeln. Kulturell von Bedeutung, vielleicht ästhetisch interessant, zum Sitzen reicht aber auch ein IKEA-Sofa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die letzten beiden Männer, mit denen ich ernsthafter zu tun hatte, waren keine großen Leser. Bei dem Einem war es gelegentlich Mal eine Biografie und ansonsten Der Spiegel, beim Anderen Thriller und die FAZ. Überraschenderweise kamen wir sehr gut mit einander aus. Sie erkannten die doppelten Böden in meinen Äußerungen, hatten Meinungen zum Zeitgeschehen, die sie auch begründen konnten und waren emphatisch, soweit Menschen es für einander sein können. Dass wir nicht Austen-Romane besprechen konnten, war bei keinem von ihnen Grund, die Romanze zu beenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kann natürlich auch angenehm sein, sich über Literatur, die einen gerade beschäftigt, auszutauschen, sonst gäbe es weder die User-Rezensionen bei Amazon, noch Goodreads. Aber ich muss es nicht zwangsläufig mit meinen romantischen Interessen unter einen Hut bekommen. Da sind mir andere Sachen wichtiger, etwa ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz und Eloquenz. Zwei Dinge, die Menschen auch ganz gut ohne Bücher lernen, etwa im alltäglichen Miteinander.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht zuletzt stört mich an den Vorurteilen gegenüber Nicht-Lesern der milde Klassismus, der dabei mitschwingt. Literarische Bildung ist kulturelles Kapital. Wer nicht, oder nicht ausreichend, belesen ist, gehört nicht dazu. Ist also entweder einer von der Sorte, die mehr wert auf - wie oberflächlich - materielle Dinge legt oder einfach jemand, der in kultureller Hinsicht unter einem steht. Unter Nicht-Lesern stellt man sich vielleicht potentielle &lt;em&gt;Frauentausch&lt;/em&gt;-Teilnehmerinnen und Profifussballspieler vor. Nicht die klugen und interessanten Leute, die es auch sein können.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/41353002492</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/41353002492</guid><pubDate>Thu, 24 Jan 2013 12:15:00 +0100</pubDate><category>Lesen</category><category>Literatur</category></item><item><title>Nesthäkchen und der Südseekönig</title><description>&lt;p&gt;Auch wenn eigentlich schon alle Meinungen zum Thema &lt;a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2013-01/umfrage-neger-kinderbuecher"&gt;Südseekönig&lt;/a&gt; geäußert worden sind, beschäftigt es mich doch irgendwie. Vor allem wohl deswegen, weil es mir schwer fällt, mir darüber selbst eine Meinung zu bilden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen den Versuch, Rassismus zu dezimieren, in dem bestimmte Worte gestrichen oder ersetzt werden, spricht meine Erfahrung. Als Kind habe ich nicht nur Astrid Lindgren und Mark Twain gelesen, wo es jede Menge &amp;#8220;Neger&amp;#8221; gibt und wo bekanntlich Rassismus vorkommt, ohne das er durch eine explizite Wortwahl auf den Punkt gebracht werden muss. Neben Lindgren und Twain habe ich auch gerne die alten Kinderbücher meiner Eltern gelesen. Die meines Vaters, direkt aus der Nachkriegszeit und die meiner Mutter, eindeutig sozialistisch geprägt. Ich fand die Geschichten nicht besser oder schlechter als das, was es in moderneren Büchern gab. Vor allem aber war mir bereits sehr früh bewusst, dass Kinderbücher eine zeitliche Dimension haben. So wie mir klar war, dass man die Angehörigen unterschiedlicher Schulformen nicht mehr anhand ihrer Mützen erkennt oder dass wir am 1. Mai nicht mehr die sowjetische Fahne auspacken, war mir immer auch klar, dass bestimme Ausdrücke (und Ansichten) in der Gegenwart einfach keinen Platz mehr haben. Trotzdem hat es mir nicht geschadet, diese Ausdrücke zu kennen. Was meiner Meinung nach auch Vorraussetzung ist, um etwas bewusst nicht zu sagen. Unterm Strich lässt mich die Südseekönig-Diskussion weniger an der PCness heutiger Eltern, sondern an der Intelligenz heutiger Kinder zweifeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Umänderung älterer Kinderbücher spricht, dass es nicht unüblich ist. Meine Großmutter schenkte mir die einigermaßen unsägliche Nesthäkchen-Reihe, Band für Band. Wer sich den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nesth%C3%A4kchen_(Kinderbuchreihe)"&gt;Wikipedia-Eintrag&lt;/a&gt; dazu durchliest, erfährt nicht nur Düsteres aus meiner Vergangenheit, sondern auch einiges zum Thema Zensur von Kinderbüchern. Zum Beispiel wurde nach 1945 ein kompletter Band der Reihe weggelassen, da er den Ersten Weltkrieg aus Sicht einer patriotischen Zeitgenossin beschreibt. Aber auch die Tatsache, dass die weibliche Hauptfigur ihren eigenen Kindern ab und zu einen Satz heiße Ohren verpasst, schien irgendwann nicht mehr angemessen. Der Qualität der Reihe hat es vermutlich nicht sonderlich geschadet, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass es davor weniger kitschig war. Als zehnjährige Leserin habe ich auch nicht die Anlässe vermisst, mich mit dem Ersten Weltkrieg und Ohrfeigen auseinander zu setzen. Dafür gab es genug andere Gelegenheiten. Allerdings weiß ich nicht, ob etwas, nur weil es nicht schadet, auch automatisch nutzt. Verschrobene Ansichten und grobe Wortwahl kamen in meiner Kindheit nicht aus Büchern, sondern vom Schulhof.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/40944421851</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/40944421851</guid><pubDate>Sat, 19 Jan 2013 20:46:45 +0100</pubDate></item><item><title>Gesehen: Anna Karenina</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/44e8fc9d585b5c69f3c8afefedb0220d/tumblr_inline_mgu7zvnhm71qa6de1.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann möchte ich noch Mal was über meine guilty pleasures, was Filme angeht, schreiben und Kostümfilme gehören definitiv dazu. Ich stehe sehr darauf, wenn das Setting vollgestopft mit Krempel ist, die Damen Kleider tragen, die ich mir alleine nicht Mal vorstellen könnte und der soziale Background der Handlung macht, dass englischer Landadel im 19. Jahrhundert zur einzigen angemessenen Berufsoption wird. &lt;em&gt;Anna Karenina&lt;/em&gt; befriedigt diese Vorlieben vollkommen: es gibt Uniformen und Bälle, Tratsch und Intrigen, die allein durch Blicke weitergetragen werden. In weiten Teilen findet die Handlung auf Theaterbühnen statt, die sich wiederum in Modelleisenbahnlandschaften und Opernhäuser verwandeln. Das Ganze dann sogar, ohne das es überambitioniert wirkt. Ja, rein optisch war &lt;em&gt;Anna Karenina&lt;/em&gt; schon sehr beeindruckend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider: nach einer Stunde hofft man trotzdem langsam, dass sie bald Mal vor den Zug springt. Um festmachen zu können, woran das liegt, hätte ich vielleicht den Roman lesen sollen. Meiner Theorie nach schlägt hier der Madame Bovary-Effekt zu: die Hauptfigur (und damit meine ich tatsächlich Anna Karenina und nicht Keira Knightley) ist trotz ihres Elends auf eine Art und Weise inkompetent bis nervig, dass man mit der Zeit das Interesse daran verliert, wie ihre Geschichte endet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vermutlich Kinder ihrer Zeit, oder zumindest nach Blick des Autors auf seine Zeitgenossen, sind Ehebrecherinnen oft auf ebendiese Rolle beschränkt. Über Anna Karenina erfährt man sonst wenig, nur, dass sie ihren Mann hintergeht. Ihre ganze Persönlichkeit wird, zumindest im Film, darauf ausgerichtet: wie sie anfangs versucht, sich Graf Wronskij zu entziehen. Wie sie ihm nachgibt. Wie sie schließlich beginnt, an ihm zu zweifeln. Sie erschafft sich ihr eigenes Drama, wälzt sich darin herum, ist erfüllt davon. Dadurch wird sie zu einer der Bekanntschaften, die jeder hatte oder hat: die überwiegend mit Selbstmitleid von sich selbst erzählen. Denen geht man auch lieber aus dem Weg.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/40862447765</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/40862447765</guid><pubDate>Fri, 18 Jan 2013 21:31:21 +0100</pubDate><category>gesehen</category><category>Anna Karenina</category><category>Kino</category></item><item><title>Tag 10/01/13</title><description>&lt;p&gt;Ein Traum: ich bin frisch geduscht, meine Haare sind noch nass, um den Kopf trage ich ein Handtuch. Ich betrachte mein Gesicht, nicht im Spiegel, sondern durch das Objektiv einer Kamera. Auf der Haut bilden sich Unebenheiten, aus den Unebenheiten werden Beulen. Die Beulen fangen an zu verlaufen, nach unten zu tropfen, bis ich aussehe, als hätte Francis Bacon mich gemalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem anderen Traum gibt mir eine Professorin meine Magisterarbeit zurück. Aus irgendeinem Grund handelt es sich dabei nicht um einen Text über eine philosophische Fragestellung, sondern um Aufgaben aus dem Geometrie-Unterricht. Die Pyramiden und Dreiecke habe ich scheinbar freihändig, mit einem Kugelschreiber, gezeichnet. Die Linien sind mehrfach, was sie noch unordentlicher aussehen lässt. Ich habe nicht bestanden.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/40189912179</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/40189912179</guid><pubDate>Thu, 10 Jan 2013 20:32:00 +0100</pubDate><category>Diary</category><category>Privat</category></item><item><title>Tag 29/12/12</title><description>&lt;p&gt;&lt;img align="middle" src="http://media.tumblr.com/26be56cbb54cccc899aa1256914ebf5e/tumblr_inline_mftglmKf5O1qa6de1.jpg" width="600"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück aus der alten Heimat. Wieder aus zweiter und dritter Hand gehört, was die Gleichaltrigen machen. Die Eine hat ein Kind, der Zweite übernimmt die Firma seines Vaters, der Dritte kam gerade nach einem Jahr aus Afrika zurück und fliegt demnächst weiter, zum Praktikum nach Brasilien. Und ich, ich habe Angst, etwas verpasst, zu vieles unversucht, zu wenig ausgeschöpft zu haben. Dabei möchte ich weder dringend Mutter, noch Geschäftsfrau sein und Afrika hat mich auch nie sonderlich gereizt. Es ist auch nicht so, dass meine Mutter mich drängt: sie hat Verständnis und außerdem meinen Bruder, dessen berufliche Laufbahn auch für Außenstehende nachvollziehbar ist. Es ist vor allem die Unsicherheit, in einem Alter zu sein, in dem alle scheinbar wissen was sie wollen, egal ob mit langfristigen Absichten oder aus temporärem Interesse. Oder sie zeigen zumindest Bereitschaft, sich auszuprobieren, zu experimentieren und zu riskieren, um herauszufinden, wohin es gehen könnte. Nur mir scheinen solche Ambitionen zu fehlen. Ich weiß, dass ich auch paar Sachen geschafft habe, irgendwiejadoch ein eigenes Buch und mein Name im Impressum einer Zeitschrift. Und ganz für mich bin ich auch nicht unglücklich, wenn da nur nicht immer der Vergleich mit den Anderen wäre, der zeigt, was man auch alles könnte, würde man wirklich wollen.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/39170740933</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/39170740933</guid><pubDate>Sun, 30 Dec 2012 01:50:28 +0100</pubDate><category>privat</category><category>diary</category></item><item><title>Unkritische Theorie</title><description>&lt;p&gt;Wie immer in ganz eigener Sache: seit dem Nikolaustag ist eine Sammlung meiner Tweets als Ebook erhältlich: bei &lt;a href="http://www.amazon.de/Unkritische-Theorie-ebook/dp/B00AJ2TJQA/ref=sr_1_1?s=digital-text&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1354798995&amp;amp;sr=1-1"&gt;Amazon&lt;/a&gt;, über den &lt;a href="https://itunes.apple.com/de/book/unkritische-theorie/id584916594?mt=11"&gt;iTunes&lt;/a&gt;-Store und alternativ bei &lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/39802"&gt;Beam&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.txtr.com/Unkritische_Theorie-Verfasser-Wondergirl-foaksr9-katalog/"&gt;txtr&lt;/a&gt;. Zum Thema &amp;#8220;Tweets als Buch&amp;#8221; kann man viel sagen, muss man aber nicht. Für mich war es eine interessante Erfahrung und mehr Arbeit als erwartet. Vielleicht gibt es irgendwann Mal ein richtiges Buch von mir, wie alle angehenden Geisteswissenschaftlerinnen bin ich in diese Richtung ziemlich aufgeschlossen (aber auch typisch unmotiviert und Mal im Ernst: literarisches Schreiben ging hier noch nie).&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/37650683788</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/37650683788</guid><pubDate>Mon, 10 Dec 2012 20:06:00 +0100</pubDate><category>ebook</category><category>wondergirl</category><category>twitter</category></item><item><title>Tag 08/12/12</title><description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Du bist ein nettes Mädchen. Vielleicht ein bisschen verrückt. Manchmal auf eine Art, die einen Angst macht. Aber ich mag dich trotzdem, daher…&amp;#8221; leitet der Kollege seinen Satz ein, meint es ernst und ich bin ein bisschen verletzt. Als Tocher eines psychisch kranken Vaters ist &amp;#8220;verrückt&amp;#8221; kein Adjektiv, bei dem ich mir High-five gebe. Zu Mal mein Lebenswandel auch nicht die Möglichkeit einräumt, dass &amp;#8220;verrückt&amp;#8221; nur ein Synonym für &amp;#8220;abenteuerlustig&amp;#8221; oder &amp;#8220;risikofreudig&amp;#8221; ist: ich bin weder das Eine, noch das Andere. Was ich vielleicht bin, ist unsicher, ängstlich und unzulänglich im zwischenmenschlichen Bereich. An schlechten Tagen überlege ich durchaus, ob es eine Erbe ist. Nicht genetisch, aber durch die Erfahrungen. Irgendwann fängt man als Mensch an zu lernen, wie soziales Interagieren funktioniert. Und wenn eine der engsten Bezugspersonen da auch in erster Linie schwierig ist… zu Mal bereits die Mutter meines Vaters psychische Probleme hatte, die über eine Winterdepression hinaus reichten. Ich möchte nicht verrückt sein. Ich stalke niemanden, ich sammle keine Katzen und versuche, Andere nicht zu manipulieren. Mit 27&amp;#160;möchte ich reif, zuverlässig oder kompetent wirken, aber nicht geisteskrank.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/37477860479</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/37477860479</guid><pubDate>Sat, 08 Dec 2012 16:29:00 +0100</pubDate><category>diary</category><category>privat</category></item><item><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_m53gvzs6Vg1qhzhglo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br/&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/37284597312</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/37284597312</guid><pubDate>Wed, 05 Dec 2012 23:06:08 +0100</pubDate></item><item><title>Tag 30/11/2012</title><description>&lt;p&gt;In der Orientierungsstufe habe ich in Freundschaftsalben gerne reingeschrieben, dass Herbst meine Lieblingsjahreszeit ist: es ist weder warm, noch kalt. Die Bäume sind bunt, die Luft ist klar, Nebelwände verzaubern Landstraßen, bei uns in Küstennähe gibt es die ersten starken Stürme, so laut, dass man nachts wach liegt und dankbar für das warme Federbett und den Hund am Fußende ist. Bestimmt wurde &amp;#8220;Der Schimmelreiter&amp;#8221; in solchen Nächten geschrieben. Außerdem habe ich im Herbst Geburtstag, was auch noch Mal ein enormer Pluspunkt ist, wenn man kein eigenes Geld hat und auf Geschenke angewiesen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt bin ich froh, wenn ich den November überstanden habe. Während der Dezember meist mit Weihnachtsverpflichtungen und Lebkuchen vollgestopft ist und es im Januar langsam wieder heller wird, geht es im November erst ein Mal abwärts. November fühlt sich für mich an, wie Atréjus Ritt in die Sümpfe der Traurigkeit. Die Freunde rufen nicht an, das Studium ist ohne Nutzen, das Geld knapp, die Jobsituation aussichtslos und der Typ macht auch Probleme. Im Juli wäre das alles ein Achselzucken, wird ja wieder, wie es immer irgendwie geworden ist. Im November dagegen ist einfach Hoffnungslosigkeit, Müdigkeit, Schwere. Jedes Jahr aufs Neue.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/37194186370</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/37194186370</guid><pubDate>Tue, 04 Dec 2012 18:12:00 +0100</pubDate><category>privat</category><category>diary</category></item><item><title>Gesehen: Girls</title><description>&lt;p&gt;Manchmal sitze ich mit Freundin N. zusammen und wir denken an all die Geschichten zurück, die wir bereits miteinander erlebt haben. Und dann hoffe ich, dass sich niemand sonst mehr daran erinnern wird, wenn ich als Philosophin zu Anerkennung und Erfolg gekommen bin. Weil das Meiste, an das wir gerne zurück denken, eher zu Charlie Sheen passen würde. Manchmal habe ich mich in solchen Situationen gefragt, warum da eigentlich noch niemand so wirklich drauf gekommen ist: eine Buddy-Komödie mit Mädchen. &lt;span&gt;Okay, es gibt &lt;em&gt;Sex and the City&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Bridesmaids&lt;/em&gt;, aber darin geht es immer eher um Frauen, die schon einen etwas gefestigteren Background haben und daher in manche Situationen gar nicht erst geraten. Mit irgendwaszwanzig dagegen ist man auf vielen Gebieten noch unheimlich blöd. Oft macht das Spass. Zumindest im Nachhinein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_mdjygiYFUa1qa6de1.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lena Dunham ging es vielleicht ähnlich. Allerdings war sie motivierter als ich und machte aus der Frage, wie es so ist, wenn das Studium durch ist, aber klare Vorstellungen zum Thema Zukunft fehlen, die Serie &lt;em&gt;Girls&lt;/em&gt;. Ich mag &lt;em&gt;Girls&lt;/em&gt;. Zumindest die 5 Folgen, die ich bisher gesehen habe. &lt;em&gt;Girls&lt;/em&gt; handelt von vier New Yorker Freundinnen und Carrie, Charlotte, Samantha und Miranda kommen nur als Poster an der Wand vor. Eine ist Studentin, die Anderen schlagen sich mit Praktikas, Babysitting-Jobs oder der ersten Festanstellung rum. Die Wohnung ist eine WG, die Eltern wollen nicht mehr zahlen und die Männer benehmen sich auch komisch, entweder ermüdend korrekt oder genau im Gegenteil, unreif und unnahbar. Das ist eigentlich schon der ganze Plot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist das ganze nicht so trocken wie von mir runtergeschrieben. Girls funktioniert oft auf zwei Ebenen: Fremdscham und Wiedererkennen. Also nicht das ich alles selbst genauso gemacht habe, aber Vieles erscheint nicht unbekannt: sich dramatisch den Kopf über jemanden zerbrechen, der sich bestenfalls halb für einen interessiert. Ausgefallener Sex, der eher schräg als erotisch ist. Soziale Inkompetenz, privat und auf beruflicher Ebene, etwa wenn die Hauptfigur Hannah während eines Vorstellungsgespräches Vergewaltigungswitze macht. Soweit bin ich zwar bisher nie gegangen, trotzdem konnte ich mir manche Folgen nur in 5-Minuten-Häppchen ansehen, so verstörend war es.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/35803895284</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/35803895284</guid><pubDate>Fri, 16 Nov 2012 00:48:00 +0100</pubDate><category>gesehen</category><category>tv</category></item><item><title>Buchhändler als Beruf</title><description>&lt;p&gt;Ziemlich regelmäßig tauchen Artikel auf, die den Wandel der Literaturbranche bedauern: die Leute lesen immer öfter Ebooks, kaufen Bücher nur noch über das Internet und in den verbliebenen Buchläden werden nur noch Richard David Precht und Duftkerzen angeboten. Aktuell findet sich eine entsprechende Reportage bei der &lt;a href="http://www.fr-online.de/panorama/buchhandel-buchlaeden-in-zeiten-von-amazon-und-co--,1472782,20831232.html"&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt;. Ein Buchhändler, der lange Zeit bei Hugendubel angestellt war, erzählt, wie sich die Arbeitssituation in den Filialen der Kette verändert hat. Wie selbst dort Buchhändler einst ihren eigenen Teil des Sortiments mit etwas Freiraum betreuen durften und heute nur noch Regale einräumen und kassieren. Dabei war der Buchhändler doch eigentlich immer mehr als nur ein Verkäufer. Er hat Kultur und Schriftgut vermittelt, versucht, spezielle Kundenwünsche zu erfüllen, Bücher vorgestellt, die der potentielle Leser sonst übersehen hätte (Das es sich bei Buchhändlern genauso gut und oft um kauzige Misanthropen und gelangweilte Verwalter handeln kann, lassen wir außen vor.).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte nicht, dass diese Auslegung des Buchhändlerberufes verloren geht. Genauso wenig wie ich auf die kleinen Universitäts- und Autorenbuchhandlungen verzichten möchte. Aber machen wir uns nichts vor: ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Buchhändler um Rat gefragt zu haben. Außer, wenn es darum ging, ein bestimmtes Buch im Regal zu finden oder ein fehlendes Exemplar nachzubestellen. In wiefern durch Buchhändler organisierte Auswahl und Anordnung der Bücher meine Kaufentscheidungen beeinflussten, kann ich nur mutmaßen. Ich habe nie im Laden gestanden und gedacht &amp;#8220;Jetzt ein zeitgenössischer Roman. Nur welcher?&amp;#8221;, sondern eher &amp;#8220;Bei mir zu Hause liegen 245&amp;#160;Bücher, die ich auch noch lesen will.&amp;#8221;. Neue Bücher entdecke ich vor allem auf drei Arten: ganz klassisch, als Empfehlung von Menschen aus meinem Umfeld. Meine Mutter gab mir Strittmatter-Romane, als ich 13 war und über meinen Ex-Mitbewohner lernte ich Kerouac kennen. Als Verweis in einem anderen Buch: nach dem ich &lt;em&gt;Die Kameliendame&lt;/em&gt; gelesen habe, nahm ich mir auch &lt;em&gt;Manon Lescaut&lt;/em&gt; vor. Über &lt;em&gt;Das andere Geschlecht&lt;/em&gt; fand ich Colette. Dann sind da natürlich noch soziale Netzwerke wie &lt;a href="http://www.goodreads.com/"&gt;Goodreads&lt;/a&gt; und Amazon mit seiner großzügig ausgelegten Suchfunktion. Wenn ich in einen Buchladen gehe, weiß ich üblicherweise bereits, was ich möchte. Falls nicht, stöbere ich eher im Internet, weil es dort spontaner geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist widersprüchlich, wenn ich Buchhändler möchte und gleichzeitig kaum was dafür tue, dass es sie geben kann. Genauso inkonsequent ist es, den Erhalt von Autorenbuchhandlungen zu fordern und überwiegend bei Amazon zu bestellen. Und wer tut das nicht? Vielleicht sollte man Nostalgie und den bildungsbürgerlichen Distinktionswunsch ignorieren und sich damit abfinden, dass man zwar vermutlich auch langfristig Texte käuflich erwerben können wird, dass sich aber das &amp;#8220;Wie&amp;#8221; ändert. Dass es vielleicht irgendwann keine Buchhändler mit Empfehlungszetteln mehr gibt, aber immer noch genug andere Wege, auf neue (und gute) Literatur aufmerksam zu werden. Der FR-Artikel bietet allerdings eine andere Lösung an: weg von Hugendubel und Thalia, hin zu Konzeptläden.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/35756265590</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/35756265590</guid><pubDate>Thu, 15 Nov 2012 05:30:00 +0100</pubDate><category>buecher</category><category>FR</category></item><item><title>Tag 08/11/12</title><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;V for Vendetta&lt;/em&gt; gesehen. An einer Stelle foltert die Hauptfigur V (Hugo Weaving) seine Teilzeitkomplizin Evey (Natalie Portman): er sperrt sie ein, lässt sie in dem Glauben, sie wäre dem totalitären Regime in die Hände gefallen, verhört sie, rasiert ihr die Haare ab, drückt ihren Kopf unter Wasser, bis sie das Bewusstsein verliert. Irgendwann hat Evey vor nichts mehr Angst und V sein Ziel erreicht. Die Frage, was von Evey übrig bleibt, wenn sie keine Angst mehr empfinden kann, wird nicht gestellt.&lt;/p&gt;</description><link>http://wgirl.tumblr.com/post/35303948302</link><guid>http://wgirl.tumblr.com/post/35303948302</guid><pubDate>Fri, 09 Nov 2012 01:26:46 +0100</pubDate><category>diary</category><category>film</category><category>v for vendetta</category></item></channel></rss>
