Der Grundsatz “Anschauen, nicht anfassen”, den Eltern ihren Kindern bei anderer Gelegenheit so gerne beibringen, wird gerade im Verhältnis zwischen Zirkus und Natur grob verletzt.
Der Grundsatz “Anschauen, nicht anfassen”, den Eltern ihren Kindern bei anderer Gelegenheit so gerne beibringen, wird gerade im Verhältnis zwischen Zirkus und Natur grob verletzt.
“Hier gibt’s was auf die Kauleiste”, ruft Heinen ins Mikrofon. Die Leute bleiben stehen. Er pickt sich einen Mann heraus: “Willst du ein paar auf’s Maul?”
Kirmesboxen – geht bestimmt auch mit Magister.
Es gibt keinen fortschreitenden Verfall. Nach Bourdieu und sehr vereinfacht war es schon immer kulturelles gegen ökonomisches Kapital. Professoren gegen Unternehmer. Mal hatten die einen den größeren Einfluss, mal die Anderen. Um und nach ‘68 saß die geistige Elite am längeren Hebel, jetzt sind gerade wieder die Anderen dran. Das ändert sich auch wieder.
SpOn-Artikel über Seniorstudenten (Wer Lust auf mehr Häme hat, sollte btw auch einen Blick ins Forum werfen). Selbst kenne ich das Phänomen recht gut, auch wenn man nicht alle in eine Schublade packen kann: an der Uni gibt es auch etliche nette, zurückhaltende Senioren. Das jemand auch nach dem Berufsleben lernen will, ist verständlich und die Volkshochschulangebote geben tatsächlich nicht viel her. Es gibt aber auch den grauen Mob, mit seinen Sitzblockaden, Dozentengroupietum und dem launigem “Ruhe im Karton!” gegenüber Jüngeren.
Vielleicht gibt es bezahlte Kritiker, die wunderbares Fachwissen in den Medien offenbaren, wer weiß - es gibt auf jeden Fall Regeln für den wohltuenden Umgang mit Kritik. Wann immer Sie ihnen begegnet, fragen Sie sich: Kennt der Mensch, der mich hier hinterfragt oder lobt, mich und meine Absichten, ist er mir wohlgesonnen, liegt ihm in altruistischer Art daran, dass ich mich weiterentwickle, verfügt er über eine Fachkompetenz, die ich akzeptiere? Wenn Sie eine der Fragen mit ja beantworten, dann überlegen Sie sich, ob es Ihnen zu einem besseren Leben verhilft, zu einem besseren Menschen werden lässt, wenn Sie den Rat befolgen. Trifft keine der Fragen auf eine positive Antwort, sollten Sie immer daran denken: Es steht jedem frei, sie zu kritisieren.
Aber Ihnen steht es auch frei, ihn zu ignorieren.
Wenn ich doch mal gegenwärtige deutschsprachige Autoren lese, dann gerne Frau Berg. Auch als Kolumne.
Staatliche Hochschulen müssen 30 Millionen einsparen, während EBS mit eben dieser Summe subventioniert wird, dazu noch 20 Millionen von der Stadt Wiesbaden. Ohne Worte.
Knapp gehaltener Artikel über die Probleme, die man mit nicht mehr vorgesehenem Studienziel hat. Nicht zu vergessen die nahezu Unmöglichkeit, Hochschule oder Fächer zu wechseln. Gibt schließlich nichts mehr.