Taz über Straßenhunde in der Ukraine, die im Rahmen der EM-Vorbereitungen auf inhumanem Weg beseitigt werden.
Taz über Straßenhunde in der Ukraine, die im Rahmen der EM-Vorbereitungen auf inhumanem Weg beseitigt werden.
Die Mehrheit der Leute in Deutschland isst doch eh an manchen Tagen kein Fleisch. Das auch noch zu propagieren, ist eine weitere Verwässerung des ohnehin verwässerten Begriffes Vegetarier. Der als erster großer Vegetarier bekannte Pythagoras lebte im Grunde vegan. Man kann Milch und Eier nicht einfach ausklammern und nur über Fleisch reden. Für Eier werden Milliarden Küken getötet, einfach so. Und für Milch müssen noch mehr Ausnutztiere getötet werden, nämlich auch noch Kälber. Weshalb der Milchumstieg für mich noch zwingender ist als der Fleischausstieg. Jeder, der tierische Produkte isst, hat eine Mitverantwortung für das Leiden dieser Lebewesen.
Taz über Tierwohl, ein Label des Deutschen Tierschutzbundes, dass tierfreundlich produziertes Fleisch kennzeichnen soll. Bin selbst ambivalent, was das angeht: einerseits kann es zumindest zu kleineren Verbesserungen bei Tierhaltung und Schlachtung führen. Ein komplettes Umdenken hin zu Fleischverzicht und Veganismus ist einfach utopisch, zumindest für den größeren Teil der Bevölkerung.
Sonst sehe ich es wie Peta: ein Tierschutz-Label für Fleisch ist ein Freifahrtschein. Beruhigt das Verbrauchergewissen, macht, dass Fleischproduzenten darauf verweisen können, zu den Guten zu gehören. Es hinterlässt den Eindruck, dass in den entsprechenden Betrieben alles artgerecht abläuft, aber was ist für Nutztiere schon artgerecht? Die Vorgaben für das Label sind doch nur ein Kompromiss zwischen dem, was Tieren gut tut und dem, was Fleischproduzenten bereit sind nachzugeben, ohne sich selbst zu schaden. Dazu kommt, dass die Einhaltung von Labelkriterien nicht so kontrolliert werden kann, wie es eigentlich der Fall sein müsste. Kontrolleure sind keine 24 Stunden vor Ort, dass Missstände entdeckt werden, ist oft einfach Zufall.
Taz-Artikel über die Situation von Doktoranden an deutschen Hochschulen.
Wenn betrunkene 19-jährige Autofahrer aus Kurven fliegen oder gegen friedlich am Straßenrand stehende Bäume rasen, muss man natürlich die Straßen begradigen und die Bäume fällen. Wenn einen der Anblick von Frauen hormonell aus der Fassung bringt, hängt man sie am besten komplett mit einer Burka zu, und wenn Tiere darunter leiden, wie sie von uns behandelt werden, dann muss man natürlich etwas an den Tieren ändern. Das eigene Verhalten oder die eigene Gewohnheit steht nicht zur Diskussion.
Karen Duve in der Taz über Mitgefühl und Fleisch.
Manchmal - entschuldige, dass ich das jetzt einfach so sage, aber ich war ja nun wirklich lang genug in Deutschland -, da liegst du nachts im Bett und machst es alleine - und dann denkst du dir: Hey, das darf doch nicht wahr sein! Ich lebe in Deutschland, im ach so freizügigen Deutschland! Und ich hab weniger Sex als im Libanon!
Taz über Straight-Edger, “die Taliban unter den Jugendkulturen”.
“Ich habe nie jemanden gemocht und ich habe Angst vor allen.”
Weil Imperial Bedrooms heute auf Deutsch erscheint.
Interessante Vorstellung, dass Fleisch im Labor produziert werden könnte. Wäre vermutlich auch unter Vegetariern und Veganern nicht unumstritten, einerseits da die Herstellung mit diversen chemischen Zusätzen verbunden und darüber hinaus eventuell nicht so nachhaltig wäre, wie man es gerne hätte. Andererseits weil Fleisch als Teil des Speiseplans so nicht wirklich in Frage gestellt wird. Tofuwürste und Sojaschnitzel werden aus diesem Grund auch gelegentlich abgelehnt.
Selbst würde ich es vermutlich zumindest versuchen, der Neugierde wegen. Darüber hinaus ist mein Interesse an Fleisch nach so vielen Jahren (Wieviele sind es jetzt, 5?) kaum mehr vorhanden, die einzigen Ausnahmen sind gelegentlich Dosentunfisch und rohes Fleisch. Beides aber wohl zu ausgefallen, als dass man es in naher Zukunft künstlich herstellen würde. Im Übrigen weiß man bei PETA jetzt schon, wie der durchschnittlich engagierte Tierrechtler nicht auf Hummer, Sushi, Foie gras verzichten muss.